Ernährung und Gesundheit

Wo soll man beim Thema Volksgesundheit und Ernährung bloss beginnen…

Kurzum, nebst all den brillianten Errungenschaften im Bereich der Gesundheits- und der Medizinaltechnik lassen wir doch paradoxerweise nach wie vor zu, dass sich die Menschen unmengen von Stoffen zu sich nehmen, die gesundheitsschädlicher nicht sein könnten.

Problemthemen

Zuckerkonsum
Zucker ist nicht gleich Zucker, zumindest chemisch betrachtet. Hierbei geht es mir vor allem um die Art von Saccharid, das wir als «normalen Zucker» betrachten.
Nebst dem, dass übermässiger Zuckerkonsum ein ähnliches Suchtpotential wie Kokain aufweist, dies durch den Einfluss bei Einnahme auf die Dopaminausschüttung, so trägt der hohe Konsum (ca. 35 Kg/Person/Jahr) auch zu unzähligen, jedoch bekannten Krankheitssymptomen bei wie Adipositas, erhöhter glykämischer Last, Unterstützung des Krebszellenwachstums und kann unser Immunsystem via den Darm schwächen.
Dies heisst nicht, dass man Zucker verbieten soll. Doch könnte der persönliche bewusste Einsatz von Zucker in der Küche, sowie das reduzieren zuckerhaltiger Nahrungsmittel massiv der eigenen Gesundheit zu Gute kommen. Süssgetränke wie CocaCola oder die meisten industriell verarbeiteten Lebensmittel bedienen sich an längst und weit über dem Masse verträglichen Mengen von Zucker.

Verarbeitete Lebensmittel
Die meisten verarbeiteten Lebensmittel enthalten nebst Zucker auch oft bedenklich viele künstliche Zusatzstoffe, um Haltbarkeit, Konsistenz, Aussehen und Geschmack attraktiv zu gestalten. So finden sich Zucker, Glutamat und Salz als Geschmacksverstärker, sowie weitere Substanzen in Fertigprodukten und industriell verarbeiteten Lebensmitteln.
Die Frage die sich mir hier stellt ist, weshalb man Gulasch, Rösti aus dem Beutel oder Tiefkühl-Pizzen als Fertigprodukt kauft und konsumiert, wenn die selbstgemachte Alternative aus einfachen Zutaten besser schmeckt und sich sicherlich optimaler auf unsere Gesundheit auswirken?
Als passionierter Hobbykoch kann ich die Freude am Handwerk «Kochen» nur betonen. Es lässt Freiraum für Kreativität und schürt zudem das Bewusstsein zur Herkunft von Nahrungsmitteln und dessen Verwendungsmöglichkeiten. Auch behaupte ich, dass der Genuss einer selbst gemachten Pizza weitaus höher ist, als bei einer Pizza aus dem Kühlregal.

Veganer Aktivismus
Das wohl Seltsamste an Veganaktivisten ist wohl, dass sie vegane Fischstäbchen, vegane Hacktätschli und vegane Steaks essen und hochgepriesen zum Verzehr empfehlen.
Ich habe absolut rein gar nichts gegen den persönlichen Entscheid, sich einer vegetarischen oder veganen Esskultur zu verschreiben.
Die meisten industriell hergestellten veganen Lebensmittel, die etwas imitieren sollen, sind meist nur durch das Hinzufügen von Geschmacksverstärkern, Bindemittel wie Methylcellulose und Aromen überhaupt geniessbar. Hier sehe ich klar den Grundsatz im Vordergrund: «Vegan ist nicht mit natürlich gleichzusetzen». Also einerseits könnte man in einer ehrlichen Überzeugtheit auch die Tatsachen beim Namen nennen. Also statt bspw. veganes Fischstäbchen zb. panierte Sojastängeli mit Fischgeschmack. Andererseits kann man aus veganen Grundprodukten abwechslungsreich und vor allem natürlich Gerichte die vollends zufriedenstellend sind selbst herstellen. Natürlich sollte der Konsum von Lebensmitteln die eine eher schlechte Umweltbilanz ausweisen bewusst geniessen oder gar reduzieren. Auch bei diesem Theme sollten dogmatische Predigten von Veganaktivsten genau so unterlassen werden, wie gleichzeitig das Bewusstsein zur Natur und Umwelt gefördert werden.