{"id":1678,"date":"2022-12-21T17:18:32","date_gmt":"2022-12-21T16:18:32","guid":{"rendered":"https:\/\/2022.birrer.swiss\/?page_id=1678"},"modified":"2023-02-07T11:31:21","modified_gmt":"2023-02-07T10:31:21","slug":"bildung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/birrer.swiss\/?page_id=1678","title":{"rendered":"Bildung"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"960\" height=\"640\" src=\"https:\/\/2022.birrer.swiss\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/boys-286245_960_720.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1679\" srcset=\"https:\/\/birrer.swiss\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/boys-286245_960_720.jpg 960w, https:\/\/birrer.swiss\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/boys-286245_960_720-300x200.jpg 300w, https:\/\/birrer.swiss\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/boys-286245_960_720-768x512.jpg 768w, https:\/\/birrer.swiss\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/boys-286245_960_720-600x400.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Natur(Basis)Stufe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Tatort Meggen, Kanton Luzern. Eine priviligierte Gemeinde, zumal was den Finanzhaushalt betrifft. Innovativ? Grunds\u00e4tzlich ja. So hat die Gemeinde Meggen mit ihren rund 7000 Einwohnern im Jahre 2020 ein auf drei Jahre befristetes Projekt lanciert, die Basisstufe, also erster und zweiter Kindergarten, sowie erste und zweite Primarklasse, in der Natur zu f\u00fchren. Im Raum Tsch\u00e4digen konnte an einem Waldrandgrundst\u00fcck die NBS (Naturbasisstufe) erfolgreich umgesetzt werden. Die Aussagen, sowie das Legislaturziel des Gemeinderats bekundeten eindeutig, dass das Ziel sei, nach der Projektphase die NBS in den regul\u00e4ren Schulbetrieb zu \u00fcberf\u00fchren. <\/p>\n\n\n\n<p>Vordergr\u00fcndig und legitim begr\u00fcndet hat der Gemeinderat, die Bildungskomission und die Schulleitung das Projekt nun kastriert. Per Schuljahr 2023\/2024 soll auf Grund gesetzlicher Bestimmungen aus den Bereichen Landwirtschaft und Waldwesen die Sch\u00fclerzahl und auch das Angebot reduziert werden auf einen Naturkindergarten. <\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00f6ffentlichen Stellungnahmen und die pers\u00f6nlichen Kontakte mit den Beh\u00f6rdenvertretern lassen gewisse Zweifel offen, ob das Projekt weiterzuf\u00fchren, wider aller Erwartungen, \u00fcberhaupt gew\u00fcnscht wird. <\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Soweit bekannt wurden keine Anstrengungen vorgenommen, um f\u00fcr das bestehende Projekt eine Sonderbewilligung seitens Kanton zu erhalten, welche die aktuell gegen die Gesetze verstossenden Umst\u00e4nde in eine konforme Rechtslage r\u00fccken t\u00e4ten.<\/li>\n\n\n\n<li>Es konnte der Bev\u00f6lkerung seitens der Beh\u00f6rden kein Protokoll oder Workshop-Paper ausgeh\u00e4ndigt werden, in welchem die konkreten Bem\u00fchungen zur Weiterf\u00fchrung einer NBS aufzeigt. <\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Fazit daraus ist, dass die durch die Beh\u00f6rden erzeugte Wirkung dahin tendiert, dass man schlicht und einfach &#171;keine Lust&#187; hat, die NBS weiterzuf\u00fchren. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Wichtigkeit einer Naturbasisstufe:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In meiner Stellungnahme vom 10.10.2022 zeige ich den erheblichen Mehrwert einer NBS f\u00fcr Kinder und die Gemeinde Meggen auf:  => <a href=\"https:\/\/2022.birrer.swiss\/?p=1341\">STELLUNGNAHME VOM 10.10.2022<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Es scheint mir Paradox, dass gerade jene Parteivertreter, welche im Gemeinderat und der Bildungskommission sind, sich \u00f6ffentlich f\u00fcr Klima und Umwelt einsetzen (wollen). Doch zeigt es auf, dass praktische, sinnvolle L\u00f6sungen wie bspw. das Bewusstsein f\u00f6rdern von Kindern w\u00e4hrend 4 Jahren zur Thematik &#171;Umweltbewusstsein&#187; unbequemer scheinen als eine weitere Steuer und andersweitige Sanktionen einzuf\u00fchren. <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Bildung ::: Obligatorische erste Jahre<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein schwieriges Thema. Aktuell (2023) bin ich selbst mit meinem Sohn betroffen und werde es in K\u00fcrze auch mit meiner Tochter sein, die in das obligatorische Bildungssystem eintreten wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Weshalb schwierig? Meines Erachtens, da es eine zunehmende Herausforderung sein wird, das Dreieck:<br>> Informationen &lt; > P\u00e4dagogik &lt;> Realit\u00e4t &lt;  im Schulzimmer einvernehmlich und ausgewogen zu vereinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gehalt an Informationen bzw. Wissen, was man den Kindern vermitteln kann nahm die letzten 30 Jahre, nicht zuletzt durch die Digitalisierung, exponentiell zu. Dazu kommt, dass dieses Wissen nicht in B\u00fcchern einer Schulbibliothek vorbehalten sind, sondern jedem frei zug\u00e4nglich, jederzeit zur Verf\u00fcgung stehen. Wikipedia und Dokumentationssendungen unterst\u00fctzen dies. Doch bedeutet diese Verf\u00fcgbarkeit nicht, dass alle diese auch im privaten Rahmen nutzen. So entsteht bereits von Elternhaus zu Elternhaus ein Potential des ungleichen Wissenstandes, der nicht mehr innerhalb eines Schuljahres in voller Bandbreite abgedeckt werden kann. <\/p>\n\n\n\n<p>P\u00e4dagogik. LehrerIn zu sein ist wahrlich ein Knochenjob. Wie oben beschrieben durch das stark divergierende Wissensspektrum der einzelnen Kinder innerhalb einer Klasse, andererseits kann der Lehrer nicht mehr einzig durch seine Autorit\u00e4t trumpfen kann, sondern ist eingebettet in einem Kreis von zunehmends antiautorit\u00e4rer Erziehung, m\u00fchseligen Vorschriften seitens der Schule und letztendlich dem st\u00e4ndigen potentiellen Druck der Medien, welche wie aasleckende Geier \u00fcber dem Verhalten der Lehrkr\u00e4fte schweben. Da auch in der Gesellschaft die Erziehungsformen sich merklich ver\u00e4ndern und es immer mehr Modelle der Familiengestaltung und Erziehung gibt, wird auch die Lehrkraft zunehmendes gefordert, mit allen &#171;Produkten&#187;, also den Kindern&#187; zurecht zu kommen. &#171;Gute Lehrer&#187; sind somit zu ehren. Aus meiner pers\u00f6nlichen Warte, etablieren sich dann letztendlich die Lehrer zu &#171;beliebten&#187; Lehrern, die ein gesundes Mass an Autorit\u00e4t und Konsequenz an den Tag legen, doch dies mit einer gewissen Milde und Gerechtigkeit zu Tage bringen. <\/p>\n\n\n\n<p>Realit\u00e4t. Nicht nur, dass Informationen immer breiter werden, da durch das Internet und die Digitalisierung diese einfacher und besser verf\u00fcgar zur Verf\u00fcgung stehen, sondern auch die Geschwindigkeit, wie diese zur Verf\u00fcgung stehen nimmt stetig zu. Nichts desto trotz ben\u00f6tigt ein wacher Geist auch Grundlagenwissen, um Informationen zu bewerten und einzuordnen. Beispielsweise in der Mathematik\/Physik ist dies gut ersichtlich:<br>In den &#171;Laien-Medien&#187; wie 20 Minuten wird grossartig \u00fcber die Erfolge von Fusionsreaktoren berichtet, doch bed\u00fcrfte es gar mehr als ein 20 Minuten Artikel, um dessen Wirkungsweise und den daraus folgenden Nutzen zu verstehen. Nur so d\u00fcrfte man sich auch anmassen, politische Debatten dar\u00fcber zu f\u00fchren. Doch wer hat diese schon? Aber auch bspw. der Ukraine-Nato-Russland Krieg der seit 2022 vorherrscht. In den westlichen Medien wird ein regelm\u00e4ssiges Putin-Bashing betrieben. Wenn ich auf Putin angesprochen werde, so muss ich faiererweise zugeben, dass ich die historischen Hintergr\u00fcnde in dieser Region zu wenig kenne, um zu urteilen, ob eine Landannektion gerechtfertigt ist aus Nationaler Sicht der Russen oder nicht. Krieg ist selbstredend per se nichts Gutes, wenn Menschen zu Schaden kommen, doch beweisst der Mensch die letzten 200&#8217;000 Jahre, dass Konflikte in seine DNA eingebrannt scheinen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein schwieriger Balanceakt stellt auch ein Lehrplan 21 dar. Einerseits sicherlich hilfreich in er Verwaltung einer Schule und um ein einigermassen, national ausgewogenes Bildungsniveau zu erhalten, andererseits auch einschr\u00e4nkend bei der individuellen Ausgestaltung lokaler Begebenheiten und Anliegen der Lehrkr\u00e4fte. <\/p>\n\n\n\n<p>Doch wie bringt man nun dieses Dreieck unter einen Hut, um allen Positionen gerecht zu werden? <br>Ich denke, dass die Schulen vor allem Grundlagenwissen vermitteln sollten, die Wertung dieser dann der Familie und den Eltern zugelastet werden soll. Dies verhindert einerseits geistig uniformierte Schulabg\u00e4nger und andererseits ist mit der Inpflichtnahme der Eltern auch der Wert einer Familie wieder gest\u00e4rkt. <br>Leider geben Eltern die Erziehungs-, Bildungs- und Wertvorstellungserziehung viel zu oft g\u00e4nzlich der Schule ab. <br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Natur(Basis)Stufe Tatort Meggen, Kanton Luzern. Eine priviligierte Gemeinde, zumal was den Finanzhaushalt betrifft. 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