{"id":204,"date":"2019-10-29T19:18:00","date_gmt":"2019-10-29T18:18:00","guid":{"rendered":"https:\/\/2022.birrer.swiss\/?p=204"},"modified":"2022-02-16T19:22:59","modified_gmt":"2022-02-16T18:22:59","slug":"29-10-2019-einweihung-kirschsarkophag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/birrer.swiss\/?p=204","title":{"rendered":"29.10.2019 &#8211; Einweihung Kirschsarkophag"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"https:\/\/2022.birrer.swiss\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/KS_Michi_Fliegender_Kirsch.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-205\" srcset=\"https:\/\/birrer.swiss\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/KS_Michi_Fliegender_Kirsch.jpg 800w, https:\/\/birrer.swiss\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/KS_Michi_Fliegender_Kirsch-300x200.jpg 300w, https:\/\/birrer.swiss\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/KS_Michi_Fliegender_Kirsch-768x512.jpg 768w, https:\/\/birrer.swiss\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/KS_Michi_Fliegender_Kirsch-600x400.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption>Einweihung des Kirschsarkophag.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>QUELLE: Salz&amp;Pfeffer vom 29.10.2019<br>https:\/\/www.salz-pfeffer.ch\/themen\/aus-der-branche\/eine-ode-an-den-kirsch\/<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Herzst\u00fcck des Hauses ist der begehbare Kirsch-Sarkophag. Hier lagern die 150 kostbarsten Flaschen der Sammlung, wie etwa ein Jahrgangskirsch von 1887 aus dem Hause Dettling, \u00abdie Mona Lisa unter den Kirschbr\u00e4nden\u00bb, wie Fassbind sagt. Zu den Highlights z\u00e4hlt auch eine Zweier-Kollektion Baur-au-Lac-Kirsch, produziert in den Jahren 1921 und 1942 auf dem Gut M\u00e4dikon, dem Zuhause der Gr\u00fcnderfamilie des Z\u00fcrcher Luxushotels Bar au Lac. Was damals am Fuss des \u00dcetlibergs als \u00abZuger Kirsch\u00bb und \u00abRigi-Kirsch\u00bb gebrannt wurde, liefe zwar heute s\u00e4mtlichen AOP-Bestimmungen zuwider, resultierte aber in Spirituosen allererster G\u00fcte, um die sich jeder Auktionator reissen w\u00fcrde. Den Marktwert von derlei Juwelen m\u00f6chte Fassbind nicht explizit nennen, macht ihn aber mit einem Vergleich deutlich: \u00abUnl\u00e4ngst erzielte ein Whisky aus dem Jahr 1921 auf einer Versteigerung in England 800000 Pfund. Rarit\u00e4ten aus dem Kirsch-Sarkophag spielen etwa in der gleichen Liga.\u00bb W\u00e4ren die edlen Tropfen auch noch geniessbar? \u00abOh ja\u00bb, sagt Fassbind. Er sei k\u00fcrzlich in den Genuss einer ge\u00f6ffneten Flasche aus dem Jahr 1888 gekommen: \u00abDas Geschmackserlebnis war sensationell. Wenn Spirituosen gut verschlossen und fachgerecht gelagert werden, \u00fcberleben sie Jahrhunderte ohne sensorische Einbussen. Ob man eine solche Flasche \u00f6ffnen kann, ist eine reine Preisfrage.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p>Seine Sch\u00e4tze hat Fassbind aus allen Ecken des Landes zusammengetragen, sie kommen fast ausschliesslich aus privaten Sammlungen. Die Jahrgangstradition, wie sie heute nur noch wenige H\u00e4user pflegten, sei eine Besonderheit der Schweizer Kirschbrenner, die bei anderen Obstdestillaten kaum \u00fcblich sei. \u00abJahrgangskirschbr\u00e4nde sind immer ein Abbild der Ernte und der Produktionsepoche eines bestimmten Jahres. Sie werden sorgf\u00e4ltig in Korbflaschen abgef\u00fcllt, mit einer Plombe verschlossen und je nach Firmenphilosophie mindestens ein Jahrzehnt gelagert\u00bb, sagt Fassbind.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Schweizer Obstbrenner ist das Marktumfeld in den vergangenen Jahrzehnten schwieriger geworden, daf\u00fcr sorgten \u00c4nderungen in der Spirituosenbesteuerung, die Vorteile f\u00fcr einheimische Produzenten abschafften, aber auch immer knappere Obsternten, beg\u00fcnstigt durch eingeschleppte Sch\u00e4dlingsarten und klimatische Ver\u00e4nderungen. Vor allem um die Kirsche werde jedoch wieder verst\u00e4rkt gek\u00e4mpft, sagt Fassbind. Das freut ihn: \u00abMit der sensorischen Vielfalt, die uns Kirschbr\u00e4nde bieten, kann es kein Whisky aufnehmen, das zeigen Blindverkostungen immer wieder eindr\u00fccklich. Je nach Sorte oder Jahrgang schmeckt ein Produkt komplett anders. Bei Pr\u00e4mierungen weltweiter Top-Destillate rangieren Schweizer Kirschbr\u00e4nde regelm\u00e4ssig auf Spitzenpl\u00e4tzen. Es gibt so viel zu entdecken.\u00bb Letzteres gilt auch f\u00fcr das Jahrgangskirschhaus, in dem Liebhaber edler Tropfen auf den Spuren dieses Innerschweizer Kulturguts wandeln und sich dabei in geschichtsw\u00fcrdiger Umgebung wiederfinden. Im Stammhaus der Familie Fassbind wurde nicht nur der legend\u00e4re Rigi-Kirsch, sondern unter anderem auch die Schwyzer Kantonalbank gegr\u00fcndet: Im B\u00fcro, in dem Fassbind heute seine Kirsch-Aktivit\u00e4ten koordiniert, unterzeichnete sein Ururgrossvater einst noch von Hand die Banknoten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>QUELLE: Salz&amp;Pfeffer vom 29.10.2019https:\/\/www.salz-pfeffer.ch\/themen\/aus-der-branche\/eine-ode-an-den-kirsch\/ Herzst\u00fcck des Hauses ist der begehbare Kirsch-Sarkophag. 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